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10.03.2020

Freisprechungsfeier 2020

Feierlicher Auftakt für den nächsten Abschnitt im Berufsleben

Eigentlich hätte die Freisprechungsfeier der Innung für Elektro- und Informationstechnische Handwerke Frankfurt – wie es seit dem Jahr 2000 Tradition ist – auf der Light + Building stattfinden sollen. Durch die Verschiebung der Messe auf Ende September 2020 war dieses Jahr jedoch alles etwas anders: Die Feier, bei der die Junggesellen für den erfolgreichen Abschluss ihrer Lehrzeit geehrt werden, fand zwar wie geplant auf dem Messegelände statt, nur eben ohne den sonst üblichen Messetrubel drumherum. Der feierlichen Atmosphäre tat das indes keinen Abbruch: Rund 280 Gäste, darunter die rund 60 Junggesellen, Ausbilder, Angehörige, Freunde und Kollegen, hatten sich 9. März eingefunden, um der Veranstaltung beizuwohnen, die traditionell das Ende der Lehrzeit markiert.

Nach kurzem musikalischen Auftakt der Werner-von-Siemens-Brass-Band, deren drei Einsätze den Rahmen für die Veranstaltung bildeten, eröffnete Andreas Heinzelmann (Ausbildungsbeauftragter) die Veranstaltung mit einem Dankeschön sowie einem Appell in Richtung Ausbildungsbetriebe: „Bilden Sie weiter aus!“ Dabei sollten auch verstärkt weibliche Auszubildende ins Visier genommen werden. 
„Sie sind diejenigen, die die Theorie in die Praxis bringen“ brachte Iris Jeglitza-Moshage als Vertreterin der Messe Frankfurt in ihrem Grußwort auf den Punkt, was sich wie ein roter Faden durch alle Reden zog: Ohne elektrohandwerklichen Nachwuchs sind zum einen die Herausforderungen von Digitalisierung und Energiewende nicht zu meistern. Zum anderen braucht es die E-Handwerke, um die Produkte und Innovationen der Hersteller zum Einsatz und an den Kunden zu bringen. „Die Zukunft ist Strom“, schloss die Geschäftsführerin ihre Dankesrede – und erntete dafür tosenden Applaus. 

Applaus gab es auch für Stadtverordnetenvorsteher Stephan Siegler, der im Namen der Stadt Frankfurt ein Grußwort überbrachte und deutlich machte, wie sehr es in einer von Wachstum geprägten, modernen Metropole wie Frankfurt der Elektrohandwerke bedürfe. „Ohne Sie würden hier am Main die Lichter ausgehen“, so Siegler. 

Auch Tilmann Stoodt, Oberstudiendirektor der Werner-von-Siemens-Schule, dankte den Auszubildenden und lobte das hohe Niveau der dualen Ausbildung in Deutschland. „Sie spielen in der Champions League“ wandte er sich an die jungen Gesellen, um im Anschluss auch auf die Leistung der Ausbilder und der Lehrbetriebe zu hervorzuheben, ohne deren unermüdlichen Einsatz und ohne deren Herzblut die Ausbildung nicht möglich sei. Am Ende seiner Rede stand der Appell, etwas von dem in der Lehrzeit Erfahrenen zurückzugeben und sich in Deutschland zu engagieren – im Ehrenamt, in der Feuerwehr oder auch in der Politik.

Glänzende Zukunftsaussichten – darauf zielte auch die Festansprache von Dr. Barbara Frei, Executive Vice President Europe Operations bei Schneider Electric, ab. Die Maschinenbauingenieurin erinnerte sich an ihren eigenen Werdegang und zog immer wieder Parallelen zu den Elektrohandwerken, um am Ende darauf zu verweisen, welch bedeutende Rolle die Elektrohandwerke in einer zunehmend digitalisierten und elektrischen Welt spielen. 

Motivierende Worte, denen sich der letzte Redner des Tages, Yonatan Melaku Worke als Vertreter der Auszubildenden nur anschließen konnte. Er dankte im Namen der Auszubildenden den Betrieben und den eigenen Familien, die ihnen den Berufsabschluss ermöglicht haben. 

Und dann war es auch schon Zeit für den Dreh- und Angelpunkt der Feier: die offizielle Freisprechung. „Nach altem deutschem Handwerksbrauch spreche ich Euch öffentlich und feierlich frei von den Verpflichtungen, die Ihr in Eurer Lehrzeit übernommen habt, und erkläre, dass Ihr von heute an Handwerksgesellen seid,“ verkündete Andreas Heinzelmann feierlich. 

Bei der abschließenden Übergabe der Gesellenbriefe wurden zunächst die vier Besten des Jahrgangs aufgerufen, dann wurden auch alle anderen nach vorn gebeten, um sich von Obermeister Marcel Schmitt, und dem Ausbildungsbeauftragten Andreas Heinzelmann, Innungs-Geschäftsführer Mirko Krebs, der Festrednerin Dr. Barbara Frei und Stadtverordnetenvorsteher Stephan Siegler zu ihrer Leistung beglückwünschen zu lassen. 

Text: Maren Cornils (ZVEH) / Mirko P. Krebs (Innung FFM)

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